Widerstand, aus der Serie 'Macht und Ohnmacht', Holz, Seil, Acrylfarbe, 195 x 35 x 100 cm, 2015

Widerstand, aus der Serie 'Macht und Ohnmacht', Holz, Seil, Acrylfarbe, 195 x 35 x 100 cm, 2015

Meditation II, Wandrelief, Holz, Seil, Acrylfarbe, 67 x 62 cm, 1972

Meditation II, Wandrelief, Holz, Seil, Acrylfarbe, 67 x 62 cm, 1972

o.T., Tusche auf Papier, Papiercollage, 96 x 68 cm, 2012

o.T., Tusche auf Papier, Papiercollage, 96 x 68 cm, 2012
Kimoto - Eine Retrospektive

„Kunst muss uns berühren und Spuren in uns hinterlassen.“ Mit diesen Worten umschreibt Seiji Kimoto den wesentlichen Kern seiner Arbeiten, in deren Mittelpunkt der Mensch im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht steht. Anlässlich seines 80. Geburtstages würdigt die Städtische Galerie Neunkirchen das Lebenswerk des japanischen Künstlers, der seit mehr als vier Jahrzehnten im saarländischen Wiebelskirchen lebt, mit einer Retrospektiv-Ausstellung.

Geboren 1937 in Osaka, studiert Seiji Kimoto in Japan zunächst Innenarchitektur und Zen-Malerei, bevor ihn sein Weg nach Deutschland führt, wo er von 1968 bis 1971 ein Studium an der Saarbrücker Werkkunstschule bei Prof. Boris Kleint absolviert. Verwurzelt in der traditionellen japanischen Kunst, zugleich aber auch offen für neue, westliche Impulse, entwickelt er eine unverwechselbare Handschrift und Symbolik, die sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht.

Kimoto setzt sich in seinen plastischen Arbeiten beharrlich mit Gewalt und Unterdrückung auseinander und hat eindringliche Mahnmale gegen Krieg und politische Terrorherrschaft geschaffen, u.a. das Mahnmal für Fremdarbeiter im Hüttenpark Neunkirchen, Wandgestaltungen im Landtag des Saarlandes und im Saarbrücker Rathaus sowie Skulpturen und Reliefs in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und im ehem. Konzentrationslager Mauthausen.

Sind es vor allem diese Kunstwerke im öffentlichen Raum, die Kimoto weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben, so konzentriert sich die Ausstellung auf freie plastische Arbeiten, Wandobjekte, Tuschearbeiten und Kalligrafien aus verschiedenen Schaffensphasen, die den Weg hin zur charakteristischen Bildsprache nachzeichnen.

In seinen Skulpturen aus dem Zyklus „Macht und Ohnmacht“ konfrontiert Seiji Kimoto den Betrachter besonders eindringlich mit dem zentralen Thema seiner Kunst. Archaisch wirkende Figuren und symbolische Bilder von leidenden, gefesselten Menschen treten uns oft lebensgroß gegenüber. Auch in Kimotos abstrakten Arbeiten spielen wiederkehrende Motive wie das Seil als Symbol von Zwang und Unfreiheit eine wichtige Rolle.


Aktueller Hinweis:
SCHLIEßUNG WEGEN WASSERSCHADENS

Die Städtische Galerie Neunkirchen sowie das Hüttenstadtmuseum müssen bis auf weiteres wegen eines Wasserschadens geschlossen bleiben. Die Dauer der Renovierungsarbeiten ist derzeit noch nicht abzusehen.
Sowohl die aktuelle Ausstellung „KIMOTO – EINE RETROSPEKTIVE“ in der Städtischen Galerie als auch die Ausstellung „Willi A. Kurz – Polarität“ im Hüttenstadtmuseum sind von der Schließung betroffen.
Über die Wiedereröffnung werden wir Sie hier auf unserer Homepage informieren.
Die Kurse des Kinder- und Jugendateliers der Städtischen Galerie finden weiterhin zu den gewohnten Terminen statt.




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